Zukunftspädagogik ist damit nicht nur eine Pädagogik der Zukunft: Sie ist eine Pädagogik für die Zukunft.
Auszug aus der Pressemitteilung:
Unser Bildungssystem ist nicht mehr konkurrenzfähig
Alle wissen es, Studien bestätigen das und die Wirklichkeit dokumentiert es jeden Tag. Klar ist: Die Welt verän-
dert sich so rasant u grundlegend wie nie zuvor, und unser überholtes Bildungssystem bereitet junge Menschen nicht mehr adäquat auf diese Welt und das Leben vor. Die von Thomas Druyen entwickelte Zukunftspsychologie macht das seit Jahren aktenkundig. Nun hat er gemeinsam mit Caroline Heil und Leon Tsvasman das Buch „Zukunftspädagogik: Bildung und Lernen neu denken“ (Springer, 2026) veröffentlicht. Fazit: Neues Lehren und Lernen ist ultimativ notwendig. Ohne vorausschauende Zukunftspädagogik rauben wir der Jugend alle Chancen und unserem Land den Anschluss.
„Das bestehende Bildungssystem scheitert nicht an fehlendem Engagement, sondern an Mutlosig-
keit und Zukunftsangst. Wissen veraltet schneller als jemals zuvor und als Lehrpläne erneuert wer-
den können. Prüfungen messen Vergangenheit, während die Zukunft offen, widersprüchlich und technologisch getrieben ist. Schulen und Universitäten sind noch immer a Stabilität, Kontrolle und Reproduktion ausgerichtet, doch die Welt verlangt Urteilskraft, Anpassungsfähigkeit und vernünfti-
ge Orientierung. Das ist kein pädagogisches Detailproblem, sondern ein struktureller und epochaler
Bruch.“ Prof. Dr. Thomas Druyen, Zukunftsforscher und Soziologe.
Nicht bloß wissen, sondern handeln
Diesen Bruch macht Druyen vor allem an dieser paradoxen Situation fest: Noch nie hatten junge Menschen so viel Zugang zu Wissen, Technologie und Künstlicher Intelligenz (KI), und noch nie hinkte Bildung institutionell
so hinterher. KI wird täglich genutzt, aber kaum erklärt. Digitale Werkzeuge sind also vorhanden, dies jedoch oh-
ne pädagogischen Rahmen. Lernen wird optimiert, aber nicht sinnvoll verankert. Genau hier verliert Bildung in den Augen der Autoren ihre Glaubwürdigkeit: Sie verspricht Zukunft, liefert aber Vergangenheit.
Doch wie lässt sich gegensteuern, was bietet die Zukunftspädagogik zur Lösung des Problems? Für die Autoren versteht sich die Zukunftspädagogik nicht bloß als Reformidee, sondern als grundsätzlicher Perspektivwechsel. Lernen wird nicht länger als Stoffaufnahme, als Abarbeiten starrer Curricula, sondern als Fähigkeit verstanden, sich in Unsicherheit zu orientieren, aktiv Entscheidungen zu treffen und persönliche Verantwortung zu überneh-
men: „Wissen bleibt wichtig, aber es ist nicht mehr der Maßstab. Maßstab ist die Handlungskompetenz: Denken können, urteilen können, gestalten können, mit und trotz KI“, so Druyen.
Lernen als Lebensaufgabe und Dauerzustand
Ein neues Verständnis vom Lernen und seinen Zielen schlägt sich in dessen Gestaltung und in der Rolle der Leh-
renden und Lernenden nieder: Für die Zukunftspädagogik werden die Lehrkräfte zu Ermöglichern persönlicher Entwicklung, Lernende zu aktiven Gestaltern. Der Einsatz neuer Technologien wie KI, virtuellen Realitäten (VR) und adaptiven Lernsystemen spielt für die Autoren eine entscheidende Rolle: „Technologie soll nicht idealisiert und nicht verteufelt, sondern konkret genutzt werden: als Werkzeug zur Erweiterung menschlicher Urteilskraft“, fordert Druyen und hat dabei nicht allein die Schulen im Blick: „Lernen wird lebenslang, generationenübergrei-
fend und gesellschaftlich unverzichtbar. Das gilt für alle Bereiche. Lernen ist wie Atmen.“
Wissen bleibt wichtig, aber es ist nicht mehr der Maßstab.
Prof. Dr. Thomas Druyen
Maßstab ist die Handlungskompetenz:
Denken können, urteilen können, gestalten können, mit und trotz KI.
Als ein pädagogisches Manifest für Spezialisten wollen die Autoren ihr Buch nicht verstanden wissen, vielmehr als „eine Einladung an Eltern, Lehrkräfte, Entscheider und an alle, die spüren, dass Bildung so nicht weiterma-
chen kann.
Bildung, wie wir sie kennen, ist am Ende. Bildung, wie wir sie brauchen, beginnt dort, wo Zukunft ernst genom-
men wird.“ Zukunftspädagogik ist damit nicht nur eine Pädagogik der Zukunft: Sie ist eine Pädagogik für die Zukunft.
Die Autoren
Prof. Dr. Thomas Druyen ist Soziologe und Professor für Zukunftspsychologie an der Sigmund Freud
PrivatUniversität Wien sowie Präsident der opta data Zukunfts-Stiftung. Er forscht zu den psychologi-
schen, neuronalen und kulturellen Bedingungen von Zukunfts- und Bildungsgestaltung im Kontext von
Digitalisierung, Demografie und Transformation.
Prof. Dr. Caroline Heil ist Professorin für Soziale Arbeit an der IU Internationale Hochschule. Sie forscht
zu Kinder- und Jugendhilfe sowie zur Entwicklung von Sozial- und Gesundheitsfachberufen.
Dr. phil. Leon Tsvasman ist lehrender Kommunikationswissenschaftler, Mediendidaktiker und Medienphi-
losoph. Er ist außerdem als Strategie- und Hochschulberater im Kontext digitaler Transformation, Hoch-
schuldidaktik und Künstlicher Intelligenz tätig.
Quelle: Springer Nature
ist eine wissenschaftliche Verlagsgruppe mit Hauptsitz in Berlin. Die Verlagsgruppe bringt 13.000 Fach-
buchtitel jährlich auf den Markt und verlegt rund 3.000 Fachzeitschriften (Stand: 2024 | Wikipedia).
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