Bürgerrat Bildung und Lernen fordert lebensnahe Schule - Bild eine Schule, wie Schüler sie wünschen
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Der junge Bürgerrat Bildung und Lernen fordert „lebensnahe Schulen“

Alle wollen lebensnahe Lerninhalte, mehr Praxis- und Berufsorien-
tierung oder Tablet-Nutzung im Unterricht sowie IT-Fortbildungen für Lehrkräfte.

Der junge Bürgerrat Bildung und Lernen
Als Ansprechpartner für eine Bildungsreform bietet sich d „Bürgerrat Bildung und Lernen” an, der seit 2020 bundesweit aktiv ist. In diesem Gremium haben Menschen aus allen sozialen Schichten, Berufs- und Alters
gruppen ein Sofortprogramm für bessere Bildung entwickelt, das aktueller nicht sein könnte, denn viele Kinder und Jugendliche haben daran mitgearbeitet:

Auszug aus dem Artikel:

Expertinnen und Experten in eigener Sache

Gerade die jungen Bürgerräte, die noch zur Schule gehen, seien unverzichtbar als Ideengeber, Expertinnen und Experten und Korrektiv für die Erwachsenen, bestätigt Klaus Peter Lohest. Er gehört zum Team, das die Work-
shops für Kinder und Jugendliche organisiert. Lohest erlebt die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer als be
sonders innovativ und reflektiert: „Die Schüler sind Experten in eigener Sache. Ohne sie würde das Wissen feh-
len”, sagt er. Anders als bei den Erwachsenen, seien Themen, wie der Schulstart ab 9 Uhr, für die jungen Teilneh-
merinnen und Teilnehmer besonders wichtig gewesen. „Endlich hört mir mal jemand zu” oder „endlich kann ich meine Ideen zum Lernen anbringen” sind Sätze, die Lohest häufig hört.

Alle wollen lebensnahe Lerninhalte, mehr Praxis- und Berufsorientierung

Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind sich häufiger einig als uneins. Alle wollen lebensnahe Lerninhalte, mehr Praxis- und Berufsorientierung oder Tablet-Nutzung im Unterricht sowie IT-Fortbildungen für Lehrkräfte. Einige Ideen der aktiven Schülerinnen und Schüler führen das Konzept der lebensnahen Schule aber noch wei-
ter. Sie würden Musik in geeigneten Unterrichtskontexten oder Tierhaltung erlauben, und die Schule am Nach-
mittag zum „Chillen” und gemeinsamen Lernen öffnen.

Mitsprache für lebensnahes Lernen

Gerade den Jugendlichen fehlen Alltags- und Lebenskompetenzen für die Berufswahl, Wohnungssuche oder
die Steuererklärung. Kaum Unterstützung gibt es auch für das Leben online. Bundesweit kritisieren Schülerin-
nen und Schüler die schlechte digitale Ausstattung ihrer Schulen und mangelhaftes IT-Verständnis seitens der Lehrkräfte. Als Betroffene sehen sie sich als Teil der Lösung und fordern mehr Mitsprache.

„Ich würde jetzt auch nochmal zum lebensnahen Lernen etwas sagen wollen. Mir fällt das besonders bei uns beim Werken auf: Wir schreiben Seiten und Seiten ins Heft, aber wirklich etwas Handwerkliches lernen wir dort nicht. Wir haben dieses Schuljahr nicht ein Brett zersägt.“

Die 10-jährige Schülerin Luna Elsner

Was die Schülerin hier kritisiert, treibt alle Bürgerräte um. Viel Theorie und wenig Praxis in der Schule bereiten nicht genug auf d Leben vor. Dabei spricht Luna aus jüngster Erfahrung, was ihre Aussagen so wertvoll macht.

Wunsch nach gleichen Chancen

Kinder und Jugendliche würden auch für Chancengleichheit sorgen: damit Schulerfolg nicht von den persön-lichen Lebensumständen abhängt. Sie setzen daher gemeinsames Von- und Miteinander-Lernen am Nachmit-
tag auf die Agenda. Ihre Begründung: Viele Kinder haben zu Hause kein eigenes Zimmer oder Hilfe bei den Hausaufgaben. Darüber hinaus würde eine große Zahl der Schülerinnen und Schüler gern länger gemeinsam lernen. Klaus Peter Lohest bestätigt das. Er höre ständig Geschichten, wie die von der Schwester, die nach der 4. Klasse keine Empfehlung für die gewünschte weiterführende Schule bekommen hat.

>>> zum vollständigen Artikel: „Der junge Bürgerrat Bildung und Lernen fordert lebensnahe Schule“

Urheberrechtshinweis
Alle Rechte an dem Artikel sowie an dessen Auszug liegen ausschließlich bei dem Bürgerrat Bildung und Lernen, ein Projekt der Montag Stiftung Denkwerkstatt, Bonn

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