Kind greift vorsichtig die Hand eines Roboters
Kind greift vorsichtig die Hand eines Roboters - © KI generiertes Bild durch den Image Creator/ Microsoft Bing

Mehrheit sieht KI an Schulen kritisch und will sie dennoch als Teil des Lehrplans

Repräsentative Umfrage der Vodafone Stiftung Deutschland: Die Mehrheit
(54 Prozent) der Befragten erwartet, dass KI den Unterricht an Schulen we-
sentlich verändern wird. Allerdings sieht über die Hälfte (57 Prozent) in der Nutzung von KI im Schulkontext aktuell noch stärker eine Gefahr als eine Chance.

Auszug aus der Meldung:
Sowohl die Allgemeinbevölkerung als auch Eltern schulpflichtiger Kinder stehen dem Einsatz künstlicher Intelligenz an Schulen mehrheitlich noch skeptisch gegenüber. Dennoch wünscht sich ebenfalls eine Mehr-
heit, dass sie Teil d Lehrplans wird. Klingt gegensätzlich, ist es aber nicht. Denn wer verstanden hat, dass Künstliche Intelligenz wie z.B. ChatGPT bleiben wird, will seine Kinder lieber darauf vorbereiten. Um die di-
gitalen Kompetenzen von Schülern zu stärken, sind vor allem Lehrkräfte, aber auch Eltern in der Pflicht.

Künstliche Intelligenz wird Alltag an Schulen maßgeblich verändern

Über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) geht schon heute davon aus, dass KI den Unterricht an Schulen maßgeblich verändern wird. 13 Prozent der Befragten sehen die Auswirkungen schon in den kommenden
zwei Jahren, jede:r Vierte erst in 3-5 Jahren (25 Prozent) oder noch später (28 Prozent).

„Wer meint, mit KI Denk- und Verstehensprozesse bzw. Arbeitsphasen einfach abkürzen zu können, der irrt sich. KI-Programme wie ChatGPT können – zielführend benutzt und in den Unterricht inte-
griert – Lernprozesse anstoßen, strukturieren und individualisieren. Man muss aber auch die Gren-
zen von KI sehen und in der Lage sein, deren Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und einzuordnen.“

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes

Mehrheit wünscht sich KI auf den Stundenplan: Lehrkräfte und Eltern in der Pflicht

Trotz der allgemeinen Skepsis gegenüber KI-Anwendungen scheint die Einsicht in deren Unabwendbarkeit bereits weit fortgeschritten. So wünschen sich 55 % der Befragten und 66 % der Eltern von Grundschulkin-
dern, dass der Umgang mit KI-gestützten Anwendungen Teil des Lehrplans werden sollte. Von Lehrer:innen erwarten die Befragten, dass sie sich hinreichende Digitalkompetenz aneignen, um auf den Einsatz von KI
im schulischen Umfeld vorbereitet zu sein. Das bedeutet nach Meinung der Befragten vor allem, dass Lehr-
kräfte in der Lage sein sollten, kritisches Denken und den Umgang mit Informationsquellen zu fördern. Das Thema Datensicherheit schätzten die Befragten dagegen weniger wichtig ein.

Im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland wurden 5.000 Bundesbürger ab 18 Jahren und rund 500 Eltern
mit Kindern bis 18 Jahren befragt.

>>> Meldung: „Umfrage: Mehrheit sieht KI an Schulen kritisch – und will sie dennoch als Teil des Lehrplans“
>>> zur Studie: „Aufbruch ins Unbekannte – Schule in Zeiten von künstlicher Intelligenz und ChatGPT“ (ext.)

Urheberrechtshinweis
Alle Rechte der Meldung, als auch deren Auszug (s.o), liegen ausschließlich bei der Vodafone Stiftung Deutschland.

Ergänzende Artikel und Informationen
>>> Das Ende vom Lernen wie wir es kennen(int. Link)
>>> ChatGPT in Schule und Unterricht (int. Link)
>>> Das Lehramtsstudium in Berlin ist realitätsfern (int. Link)
>>> Nur geringe Fortschritte beim Erwerb digitaler Kompetenzen im Lehramtsstudium (int. Link)

>>> Chancen und Risiken von KI im Klassenzimmer – Beispiele aus Deutschland, China und den USA (ext. Link)
>>> KI und ChatGPT: Es gibt in Schule und Unterricht kein Zurück mehr (ext. Link)
>>> Die Lernplattform für Künstliche Intelligenz (ext. Link)

>>> Handreichung für die Berliner Schulen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz am Beispiel Chat GPT (ext.)
>>> Leitfaden des Ministeriums f. Schule u. Bildung NRW: „Umgang mit textgenerierenden KI-Systemen“ (ext.)

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