Ein Drittel der 11- bis 17-Jährigen wird mindestens einmal im Mo-
nat von Mitschülern schikaniert, jeder Zehnte sogar wöchentlich oder täglich. Am häufigsten sind 14-Jährige betroffen (38 %).
Auszüge aus dem Artikel über das Schulbarometer 2025/26:
Negative soziale Erfahrungen durch Mitschüler
Mobbing ist für viele Schülerinnen und Schüler Alltag. Knapp ein Drittel (30 Prozent) der 11- bis 17-Jährigen (Jüngere wurden hierzu nicht befragt) geben an, im Schuljahr 2024/2025 mindestens einmal im Monat von Mitschülerinnen und Mitschülern schlecht behandelt worden zu sein. Dazu zählt zum Beispiel, im persönli-
chen und direkten Miteinander und/oder im digitalen Raum ausgelacht, beschimpft, bedroht oder absichtlich ausgeschlossen zu werden oder dass andere gemeine Gerüchte verbreiten. 14-Jährige sind besonders häu-
fig (38 Prozent) von Mobbing betroffen. 68 Prozent waren im vergangenen Schuljahr gar nicht von Mobbing betroffen.
Da sich Mobbing zunehmend auch im digitalen Raum abspielt, wurden die Schülerinnen und Schüler, die min-destens monatlich von Mobbing betroffen sind, auch gefragt, ob sie die Erfahrung im persönlichen Miteinan-
der oder über d. Handy beziehungsweise über soziale Medien erlebt haben. Die Ergebnisse zeigen, dass Mob-bing vor allem im direkten Miteinander – also offline – erlebt wird, wenngleich Cybermobbing in allen abge-fragten fünf Erscheinungsformen eine Rolle spielt.

Eine Kombination von direktem Mobbing und Cybermobbing
Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die Mobbing ausschließlich über das Handy und in sozialen Medien erleben, schwankt je nach Erscheinungsform zwischen 6 Prozent und 25 Prozent. Häufiger ist eine Kombina-
tion von direktem Mobbing und Cybermobbing: Etwa jeweils ein Drittel (33 bis 34 Prozent) der Betroffenen sagen, dass sie sowohl im persönlichen Miteinander als auch über d Handy beschimpft, lächerlich gemacht oder ausgeschlossen wurden. Bei der Verbreitung von gemeinen Gerüchten spielt Cybermobbing aber eine größere Rolle: 41 Prozent der Betroffenen sagen, dass sie dies sowohl im direkten Miteinander als auch über das Handy erlebt haben. Und 25 Prozent geben an, dass d Gerüchte ausschließlich über das Smartphone bzw. über Social Media verbreitet wurden.

Quelle: Das „Deutsche Schulbarometer Schüler 25/26
Das Deutsche Schulbarometer ist eine repräsentative Umfrage an Schulen in Deutschland. Das Deutsche Schulbarometer ermöglicht es, frühzeitig Entwicklungen zu beschreiben, indem Beobachtungen und Ein-
schätzungen von Personen erfasst und untersucht werden, die Schulen täglich mitgestalten und erleben. Im Deutschen Schulbarometer Schüler befragen wir Kinder, Jugendliche und ihre Erziehungsberechtigte zum psychischen und schulischen Wohlbefinden von Schülern sowie zu psychosozialen Versorgungs-
strukturen inner- und außerhalb von Schulen.
>>> zur Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse (Kapitel 10, etwa in der Mitte, externer Inhalt)
>>> zum umfangreichen Bericht: „Das Deutsche Schulbarometer Befragung Schüler 25/26“ (PDF, extern)
Urheberrechtshinweis
Alle Rechte an dem Artikel liegen ausschließlich bei der Autorin Sandra Hermes sowie bei bei dem Deutschen Schulportal, ein Projekt der Robert Bosch Stiftung..
Ergänzende Artikel und Informationen (alle Artikel intern auf kindheit-heute.info)
>>> „Stopp Cybermobbing!“ – Ratgeber für pädagogische Fachkräfte und für Eltern
>>> Cyber-Mobbing: Hass ohne Ende
>>> Cybermobbing bei Kindern und Jugendlichen steigt weiter
>>> Hamburger Anti-Mobbing-Programm bundesweit in Schulen im Einsatz
>>> »Im Durchschnitt werden pro Klasse etwa ein bis zwei Kinder ausgeschlossen oder leiden unter Mobbing«
