Herkunft der Kinder entscheidet auch über digitale Kompetenzen

Digitale Kompetenzen sind laut einer neuen RWI-Studie sehr ungleich in der Bevölkerung verteilt. Die Forschergruppe sieht hier einen Bildungsauftrag für Schulen.

Auszug aus dem Artikel:
Defizite an digitaler Kompetenz zeigen sich insbesondere bei älteren und weniger gebildeten Menschen,
Frauen und Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Das geht aus einer neuen Studie des Leibniz-Insti-
tuts für Wirtschaftsforschung (RWI) hervor. Zudem zeige sich, dass Kinder ihre Bildungskarriere mit we-
nigen Unterschieden beim Erwerb von digitalen Kompetenzen beginnen, im Laufe der Schulzeit aber be-
sonders der sozio-ökonomische Hintergrund der Familie über den weiteren Erwerb entscheide. Eine star-
ke Kopplung von sozio-ökonomischem Hintergrund und anderen Lernerfolgen von deutschen Schülerin-
nen und Schülern wird seit Jahren durch internationale Studien belegt.

Wie entscheidend die Verhältnisse im Elternhaus sind, zeigte sich beim Vergleich von Kindern arbeitslo-
ser Eltern und Eltern mit MINT-Berufen. So offenbaren vor allem Kinder erwerbsloser Eltern unterdurch-
schnittlich ausgeprägte digitale Kompetenzen. Jugendliche von arbeitenden Eltern, die einem mathema-
tischen, informatischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Beruf nachgehen, wiesen hingegen
eine höhere Kompetenz als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auf.

>>> zum Artikel: „RWI-Studie: Herkunft der Kinder entscheidet auch über digitale Kompetenzen“ (ext. Link)
>>> zur Studie „Digitale Kompetenzen in Deutschland – eine Bestandsaufnahme“ (ext. Link)

Urheberrechtshinweise:
Alle Rechte des Artikels über die RWI-Studie, als auch deren Auszug (s.o), liegen ausschließlich
beim Heise Verlag, Hannover.
Alle Rechte der Studie „Digitale Kompetenzen in Deutschland – eine Bestandsaufnahme“ liegen
ausschließlich beim RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen.


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