Der erste Platz in der Kategorie „Kita des Jahres“ ging an die Inklusive Kita Unkel in Rheinland-Pfalz.
Auszug aus der Selbstbeschreibung der Kita und der Uteilsbegründung der Jury:
Die Inklusive Kita Unkel
Größe: 131 Kinder, 28 Mitarbeitende
Träger: Stadt Unkel
Unsere Stärke: multiprofessionelles Team, Inklusion, Kombination verschiedener pädagogischer Methoden
wie Reggio-Pädagogik, offene Arbeit und tiergestützte Intervention
Die Inklusive Kita Unkel ist ein Ort, an dem Inklusion gelingt
Alle Kinder werden in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen und individuell begleitet. Angeschlossen an das Heilpädagogisch-Therapeutische Zentrum Neuwied unterstützt die Einrichtung auch Kinder mit Beeinträch-
tigungen. Für eine bestmögliche Förderung sorgt ein interdisziplinäres Team aus Fachkräften der Ergo- und Physiotherapie, Logopädie, Psychologie sowie einer Ärztin. Sie alle kommen direkt in die Kita und ermögli-
chen bedarfsgerechte Angebote mitten im Kita-Alltag.
Reggio-Pädagogik, offene Arbeit und tiergestützte Intervention
Um auf die vielfältigen Bedürfnisse und Talente der Kinder einzugehen, verbindet die Einrichtung verschiede-
ne pädagogische Ansätze wie Reggio-Pädagogik, offene Arbeit und tiergestützte Intervention miteinander. So begleiten fünf Zwergziegen sowie Therapiehund Karl die Kinder und geben ihnen beispielsweise in d sensib-
len Eingewöhnungsphase Sicherheit. Die Kinder gestalten ihren Alltag aktiv mit: Sie entscheiden, wo und mit wem sie spielen, was und wann sie essen, ob und wie lange sie schlafen sowie wer ihre Bezugsperson ist.
In der Inklusiven Kita Unkel passt sich nicht das Kind der Kita an, sondern die Kita dem Kind.

Das sagt die Jury
Wertschätzung, Professionalität und Herz
Überzeugt hat die Jury, dass die Einrichtung auf außergewöhnliche Weise ein inklusiver Ort für alle Kinder – mit und ohne Beeinträchtigung – ist und jedes einzelne Kind mit großer Wertschätzung, Professionalität und Herz bestmöglich begleitet wird. Für alle wird ein Weg gefunden, der Teilhabe möglich macht, auch bei Kindern mit höchstindividuellem Unterstützungsbedarf.
Das Team bildet sich fortwährend weiter
Therapiehund Karl erkennt erste Anzeichen epileptischer Anfälle und das Team bildet sich fortwährend weiter für den Notfall. Ein Tag in der Natur mit der Waldgruppe ist dadurch auch für Kinder mit schweren chronischen Erkrankungen, wie Diabetes oder Epilepsie, möglich. Zum Kita-Team gehört auch therapeutisches Fachpersonal, denn die Kita arbeitet eng mit dem Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum Neuwied zusammen. So werden Förderbedarfe früh erkannt und Therapien direkt in der Kita umgesetzt.
Der Übergang von der Kita in die Grundschule
Besonders hervorzuheben ist außerdem die Kooperation mit der Grundschule. Bei regelmäßigen Besuchen ler-
nen die Kinder Räume, Klassen und Lehrkräfte der Schule kennen, nehmen an Projekten teil und erleben Schul-veranstaltungen. So gelingt der Übergang von der Kita in die Grundschule reibungslos.
Die anderen beiden Preisträger in der Kategorie „Kita des Jahres“
Zweiter Platz
Kita St. Nikolaus, Kirchen (Sieg) (Rheinland-Pfalz)
Dritter Platz
Kindertagesstätte Moordamm, Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein)
Quelle: Der Deutsche Kita-Preis
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