Eltern wurden zu ihrer Belastungssituation und den Gründen für ihre größten Sorgen befragt. Auch Unterstützungsstrukturen für sich selbst und die Kinder standen im Fokus.
Auszug aus der Studie
Die Wünsche und Bedürfnisse der Eltern werden immer noch zu wenig gehört
2025 fragt die Körber-Stiftung Eltern zum dritten Mal nach ihrer Meinung. Wie geht es ihnen in einem Alltag,
der sich vor dem Hintergrund weltpolitischer Krisen und den Folgen des Klimawandels abspielt? Bewusst richten wir in dieser jährlichen repräsentativen Umfrage den Fokus auf die Perspektive der Eltern – denn ih-
re Wünsche und Bedürfnisse werden immer noch zu wenig erfragt und gehört.
Was sind die Folgen, wenn überlastete Eltern es nicht schaffen
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass aktuelle Entwicklungen nicht spurlos an Eltern vorbeigehen. Dass sie unter Druck geraten, weil immer wieder neue Themen aufkommen, denen sie sich widmen müssen. Globale Krisen, aber auch der Fortschritt von Technik und Digitalisierung sorgen für Verunsicherung.
Umso wichtiger ist, dass die Schule den Eltern eine stabile Partnerin ist – in der Vermittlung von Wissen, Wer-
ten und den so genannten Future Skills. Da, wo Eltern d nicht erleben, geraten sie unter Druck, selbst einzu-
springen. Doch was sind die Folgen, wenn überlastete Erziehende es nicht schaffen, selbst zu übernehmen? Wenn sie sich alleingelassen fühlen oder glauben, ihnen fehle das nötige Wissen? Dann steht es schlecht um gleiche Chancen für alle Kinder!
Was Eltern belastet
>>> ausführlich ab Seite 2 in der Studie:
79 Prozent der Eltern fühlen sich in ihrem Alltag unter Druck: 28 Prozent stark, 51 Prozent etwas.
Betrachtet man das Geschlecht der Eltern, stufen sich jede dritte Mutter und jeder vierte Vater als stark belas-
tet ein (33 % bzw. 24 %). Wenig oder keine Belastung geben nur 20 % der befragten Eltern an. Interessant ist dabei: Wie sehr Eltern sich unter Druck fühlen, hat offenbar nichts mit dem Alter ihrer Kinder zu tun – das Stresslevel bleibt mit deren Älterwerden nahezu gleich.

Wo Eltern unterstützen
>>> ausführlich ab Seite 12 in der Studie
Der Medienkonsum und die Berufswahl – das sind mit Abstand die wichtigsten Themen, bei denen Eltern ihre Kinder fokussiert begleiten. Mehr als zwei Drittel der befragten Eltern geben an, dass sie versuchen, einen ver-
antwortungsvollen Umgang mit Medien gezielt zu fördern (68 %). Wie stark sie sich dabei einbringen, hängt vom Alter der Kinder ab: Bei den Jüngeren (12- bis 14-Jährige) engagieren sich drei Viertel der Eltern (76 %),
bei den 17- bis 18-Jährigen noch gut die Hälfte (53 %). Ebenfalls gut zwei Drittel der befragten Eltern bieten ihren Kindern Orientierungshilfe bei der Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium (68 %).

Wie Eltern ihre Kinder auf die Zukunft vorbereiten
>>> ausführlich: ab Seite 20 in der Studie
Eine sehr deutliche Mehrheit der Eltern (82 %) schaut optimistisch auf die berufliche Zukunft ihrer Kinder: 14 Prozent sehen sie sehr, 68 Prozent eher positiv – diese Zahlen entsprechen in etwa denen des Vorjahrs.
Zwei Drittel der Eltern (69 %) geht davon aus, dass es im Berufsleben ihrer Kinder sehr viele oder zumindest einige neue Berufe geben wird. Gut jeder zehnte Elternteil rechnet mit besonders vielen neuen Jobs (9 %), rund ein Viertel (27 %) eher mit Veränderungen bereits bestehender Berufsbilder.

>>> Interview: „Eltern brauchen verlässliche Partner“
mit Prof. Dr. Sabine Walper ist seit 2021 Vorstandsvorsitzende und Direktorin des Deutschen Jugendinstituts e.V. (DJI) in München (externer Inhalt am Ende der Seite)
>>> zur Studie: „Eltern im Fokus 2025″ (pdf, extern)
Urheberrechtshinweis
Alle Rechte an den Auszügen der Studie sowie an der Studie sellbst liegen ausschließlich bei der Körber-Stiftung, Hamburg.
Die Körber-Stiftung
ist eine 1959 vom Unternehmer Kurt A. Körber ins Leben gerufene gemeinnützige Stiftung. Die operative Arbeit ist in sieben inhaltlichen Bereichen organisiert: „Alter und Demografie“, „Bildung“, „Demokratie und Zusammenhalt“, „Geschichte und Politik“, „Internationale Politik“, „Kultur“ und „Wissenschaft“. Die Stiftung ist mit eigenen Projekten und Veranstaltungen an ihren Standorten Hamburger Hafencity, Bergedorf und Berlin national und international aktiv. (Quelle: Wikipedia)
Ergänzende Artikel und Informationen (alle Artikel intern auf kindheit-heute.info)
>>> Studie „Familie und Erziehung 2025“
>>> Jede fünfte Familie allein- oder getrennterziehend
>>> Mütter mit Zuwanderungsgeschichte
>>> Was brauchen Kinder und Jugendliche für die Welt von morgen?
>>> Kindeswohlgefährdung: Zahl der Inobhutnahmen gestiegen
>>> Elterntypen: Von Rasenmäher- und Tiger-Eltern
>>> Das Leuchtturm-Elternprogramm
>>> Diskurs: Pädagogik oder Populismus?
>>> »Mama trinkt. Papa trinkt«
