Junge Mädchen tanzen für eine bessere psychische Gesundheit - Energetische Tanzgruppe im Studio
Symbolbild - © KI-generiert

Junge Mädchen tanzen für eine bessere psychische Gesundheit

Die Studie „Influencing Self-rate“ zeigt: Regelmäßiger Tanz kann Depressionen, Stress, Müdigkeit und Kopfschmerzen bei jungen Mädchen lindern.

Auszug aus dem Artikel:

Die Studie

mit dem Titel „Influencing Self-rated health among adolescent girls with dance intervention“ (Beeinflussung
der selbst eingeschätzten Gesundheit unter heranwachsenden Mädchen durch Tanz)“ wurde von der Physio-therapeutin, Anna Duberg/ Universitätsklinik Örebro und Doktorandin an der Örebro Universität in Schweden durchgeführt. Die Studie untersuchte die Frage, ob Tanz die selbst eingeschätzte Gesundheit bei heranwach-senden Mädchen mit Problemen wie Stress und psychosomatischen Symptomen beeinflusst.

Die Mädchen

hatten oftmals um medizinischen Rat bei der Schulkrankenschwester wegen Symptomen wie Angst, Depres-sion, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Rücken, Nacken und Schulterschmerzen ersucht. In der Studie wurden
59 der Mädchen zufällig ausgewählt, um in einer Gruppe regelmäßig 2 Tage/ Woche zu tanzen. Diese Grup-
pe wurde mit 53 Mädchen d Kontrollgruppe verglichen, in der die Lebensgewohnheiten nicht verändert wur-
den. Die Intervention umfasste zweimal wöchentlich jeweils 75 Minuten Tanzen während acht Monaten. Der Schwerpunkt lag auf der Freude an der Bewegung und nicht auf der Leistung.

Die wichtige Erkenntnis war, dass die Mädchen, die am Tanz teilnahmen,

ihre selbst eingeschätzte Gesundheit mehr verbesserten als die Mädchen der Kontrollgruppe. Die Ergebnis-
se zeigen auch, dass die Tanzkurse besucht und positiv erfahren wurden, was bedeutet, dass Tanz sich für junge Mädchen eignen kann, die ihre Probleme internalisieren. Aus den Ergebnissen der Studie geht hervor, dass ein regelmäßiges Tanztraining als Strategie zur Prävention und Behandlung von schlechter Laune und Depression geeignet ist. Im Vergleich z Kontrollgruppe stärkte das Tanzen das Selbstwertgefühl und erhöhte die Fähigkeit, mit den alltäglichen Problemen umzugehen. Der positive Effekt machte sich acht Monate nach Ende des Tanztrainings bemerkbar. Insgesamt empfanden 91 Prozent der Mädchen in der Tanzgruppe den
Tanz als eine positive Erfahrung.


„Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass trotz Stress und psychoso-matischer Symptome (und anderen potenziellen Herausforderungen, die ein jugendliches Mädchen zu bewältigen hat) der
Tanz zu hoher Therapietreue führen und eine positive Erfahrung für d Teilnehmerinnen sein kann.
Dies könnte zu nachhaltigen neuen gesunden Ge-wohnheiten beitragen. Auf lange Sicht kann
dies zu einem gesünderen Lebensstil führen.“

Dr. Anna Duberg von der Universitätsklinik Örebro

Die Vorteile des Tanzes waren bereits in der Vergangenheit Gegenstand einer Reihe von Studien. Tanz wird
oft als ein Weg zur Entwicklung vieler Merkmale heranwachsender Kinder gesehen. Auf der physischen Seite, kann er zu mehr Flexibilität, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer beitragen. Die sich wiederholenden Bewegun-
gen im Tanz können den Muskeltonus verbessern, Fehlhaltungen korrigieren, Gleichgewicht, Koordination und die allgemeine Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern.

Tanz kann das Selbstwertgefühl sowie soziale und kommunikative Fähigkeiten stärken,

aber auch Selbstvertrauen entwickeln und Lampenfieber senken. Kinder neigen dazu, sich natürlich zu bewegen und lernen Bewegungsmuster genauso leicht wie Sprache. Tanz kann bereits im jungen Alter als eine mächtige Form des Ausdrucks angesehen werden.

Quelle: CORDIS
steht für Community Research and Development Information Service und ist ein Forschungs- und Entwick-lungsinformationsdienst der Europäischen Gemeinschaft und bietet Internetnutzern Informationsmöglich-keiten über europäische Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

>>> zum Artikel: „Teenagerinnen tanzen für eine bessere psychische Gesundheit“ (externer inhalt)
>>> weitere Informationen sind abrufbar unter: The American Journal Archives of Pediatrics and Adolescent medicine (JAMA): http://archpedi.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1390784 Örebro University, Schweden: http://www.oru.se/english/

Urheberrechtshinweis
Alle Rechte
an dem Artikel liegen ausschließlich bei CORDIS – Forschungsergebnisse der EU.

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