Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland spielt regelmäßig digital. Am meisten gefällt ihnen, eigene Ideen umzu-
setzen und in andere Welten einzutauchen.
Auszüge aus der Umfrage:
Umfrage zur Bedeutung von Gaming
Das Deutsche Kinderhilfswerk will gemeinsam mit seinen Partnern im “Bündnis Recht auf Spiel” auf die besondere Bedeutung des Gaming als wesentlichem Bestandteil der Lebenswelten junger Menschen aufmerksam machen. Die forsa, Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen hat dazu eine repräsentative Befragung durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.027 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren vom 26. März bis 08. April 2026 befragt.
Die Befragung zum Weltspieltag 2026 zeigt:
Nur gut die Hälfte der Kinder und Jugendlichen haben den Eindruck, dass sich ihre Eltern oder andere Erwach-
sene in angemessenem Maße für die digitalen Spiele interessieren, die sie spielen.
Zugleich sind knapp zwei Drittel der Meinung, dass ihre Eltern oder andere Erwachsene gut über die von ihnen gespielten Spiele Bescheid wissen. Fast ebenso viele sagen, dass ihre Eltern oder andere Erwachsene verste-
hen, warum ihnen diese Spiele Spaß machen. Weniger als die Hälfte geben jedoch an, dass sie häufig mit ihren Eltern oder anderen Erwachsenen über die digitalen Spiele sprechen, die sie selbst spielen, und ein Drittel hat den Eindruck, dass Eltern oder andere Erwachsene Vorurteile gegenüber diesen Spielen haben.
Besonders gut gefällt den Kindern und Jugendlichen am digitalen Spielen, dass sie eigene Ideen umsetzen und zum Beispiel Welten, Häuser oder Figuren bauen können. Zudem gefällt ihnen die Möglichkeit, beim digitalen Spielen in andere Welten einzutauchen und Neues zu entdecken.
Ausgewählte Ergebnisse der Umfrage:
Spielverhalten bei digitalen Spielen – Spielhäufigkeit
Abgefragt wurde zunächst das Spielverhalten bei digitalen Spielen, die Spielhäufigkeit und die bevorzugte Spiel-
art. Die deutliche Mehrheit der 10- bis 17-Jährigen spielt regelmäßig. 58 Prozent spielen (fast) täglich digitale
Spiele, 23 Prozent mehrmals pro Woche und weitere 7 Prozent einmal pro Woche. 9 Prozent der Befragten spie-
len solche interaktiven Spiele seltener als einmal pro Woche und 3 Prozent nie.

Spielverhalten bei digitalen Spielen – Bevorzugte Spielart
Danach wurde gefragt, was den Kindern und Jugendlichen am digitalen Spielen besonders gefällt. 42 Prozent der Kinder bzw. Jugendlichen, die zumindest ab und zu digitale Spiele spielen, spielen am liebsten gemeinsam mit anderen im Team. Bei denjenigen, die (fast) täglich spielen, sind es sogar 48 Prozent. 14 Prozent treten da-
gegen am liebsten digital gegen andere an. 38 Prozent spielen digitale Spiele am liebsten alleine.
Was am digitalen Spielen besonders gefällt
Den Spielerinnen und Spielern gefällt am digitalen Spielen besonders gut, dass sie eigene Ideen umsetzen und zum Beispiel Welten, Häuser oder Figuren bauen können (53 Prozent). Für 48 % ist besonders positiv, dass sie beim digitalen Spielen in andere Welten eintauchen und Neues entdecken können. Dass sie beim digitalen Spie-
len verschiedene Figuren oder Rollen ausprobieren können, gefällt 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen. 28 Prozent gefällt besonders gut, dass sie beim digitalen Spielen besser sein können als andere oder gegen andere gewinnen.
Fast ebenso beliebt ist es, gemeinsam mit anderen, schwierige Aufgaben und Level zu bewältigen (25 Prozent). Vergleichsweise selten (14 % ) wird als positiver Aspekt genannt, dass sie durch digitale Spiele neue Freundin-
nen und Freunde kennenlernen können, auch wenn diese mitunter weit entfernt wohnen.

Interesse der Eltern oder anderer Erwachsener für die gespielten digitalen Spiele
Darauf aufbauend wurde von den Kindern und Jugendlichen das Interesse und der Wissensstand der Eltern oder anderer Erwachsener eingeschätzt. 54 Prozent der Spieler haben den Eindruck, dass sich ihre Eltern oder andere Erwachsene in angemessenem Maße für ihre digitalen Spiele interessieren. 21 Prozent finden dagegen, dass sie sich zu wenig für die von ihnen gespielten Spiele interessieren. 16 Prozent sind gegenteiliger Meinung und empfinden das Interesse als zu groß, 9 Prozent kann oder möchte dazu keine Einschätzung abgeben.
Wissensstand der Eltern zu den gespielten digitalen Spielen
Mehrheitlich haben die befragten Spieler das Gefühl, dass ihre Eltern oder andere Erwachsene gut über die von ihnen gespielten Spiele Bescheid wissen (64 Prozent). 28 Prozent sehen das nicht so. Dass ihre Eltern oder an-
dere Erwachsene verstehen, warum ihnen diese Spiele Spaß machen, sagen 59 Prozent. Dabei haben Befragte, die der Meinung sind, dass sich ihre Eltern oder andere Erwachsene in ausreichendem Maße für ihre digitalen Spiele interessieren.
Überdurchschnittlich häufig haben sie den Eindruck (72 Prozent), dass diese auch verstehen, warum ihnen die-
se Spiele Spaß machen. Und 42 % geben an, dass sie häufig m ihren Eltern oder anderen Erwachsenen über die digitalen Spiele sprechen, die sie selbst spielen. Auf mehr als die Hälfte trifft das nicht zu (52 Prozent). Schließ-
lich haben 33 Prozent den Eindruck, dass Eltern oder andere Erwachsene Vorurteile gegenüber diesen Spielen haben. Das sehen diejenigen, die (fast) täglich spielen, eher so im Gegensatz zu denjenigen, die seltener spielen (39 Prozent zu 23 Prozent).
Quelle: Das Deutsches Kinderhilfswerk
setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Unsere Vision ist eine kinderfreundliche Gesellschaft, in der die Kinder ihre Interessen selbst vertreten. Wir machen uns stark dafür, dass alle Kinder in Deutschland die gleichen Chancen haben. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.
>>> zur Umfrage: „Gaming gehört zum Alltag junger Menschen“ (externer Inhalt)
>>> zu den vollständigen Ergebnissen der repräsentativen forsa-Befragung (externer Inhalt)
Urheberrechtshinweis
Alle Rechte an der Umfrage liegen ausschließlich bei dem Deutschen Kinderhilfswerk; Berlin.
Ergänzende Artikel und Informationen (alle Artikel intern auf kindheit-heute.info)
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