Die Zahlen liegen über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Die Anzahl der Fälle von Herstellung, Verbreitung, Erwerb und Besitz jugend-
pornografischer Inhalte erreichte einen Höchstwert.
Auszug aus der Pressemeldung:
Sexueller Kindesmissbrauch
Im Jahr 2024 wurden in den 16.354 Fällen des Verdachts des sexuellen Kindesmissbrauchs 18.085 Opfer
(2,2 Prozent weniger als 2023) und 12.368 Tatverdächtige registriert, was einem Zuwachs von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Sexueller Missbrauch von Jugendlichen
Sexuellen Missbrauch von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren stellte die Polizei in 1.191 Fällen fest
(0,8 Prozent weniger als 2023). 1.259 Opfer wurden registriert (minus 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Die Zahl der Tatverdächtigen stieg um 6,8 Prozent auf 1.018.
Anteil minderjähriger Tatverdächtiger anhaltend hoch
Der Anteil d Minderjährigen, Heranwachsenden (18 bis 21 Jahre) und jungen Erwachsenen (21 bis 24 Jahre)
an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen ist anhaltend hoch. So machen Minderjährige in Zusammenhang mit jugendpornografischen Inhalten fast die Hälfte der Tatverdächtigen aus. Straffällige Kinder und Jugendliche sind häufig dem Phänomen der „Selbstfilmenden“ zuzurechnen. Zudem leiten sie kinder- und jugendpornogra-
fische Inhalte häufig unbedacht a Personen aus ihrer Altersgruppe weiter. Viele handeln dabei ohne Bewusst-
sein für eine mögliche strafrechtliche Relevanz sowie weitere persönliche und soziale Folgen ihres Handelns – insbesondere, wenn die Inhalte in Sozialen Medien geteilt werden.
Herstellung, Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornografischer Inhalte
Die Anzahl der Fälle ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen und erreichte im Berichtsjahr 2024 mit 9.601 Fällen einen Höchstwert (plus 8,5 Prozent). Seit dem Jahr 2020 haben sich die Fallzahlen damit mehr
als verdreifacht. Im Gegensatz dazu sind d registrierten Straftaten rund um kinderpornografische Inhalte und der sexuellen Ausbeutung zum Nachteil von Minderjährigen gesunken. Dennoch bleibt die Zahl mit 42.854 Fällen bei der Herstellung, Verbreitung, dem Erwerb und Besitz von kinderpornografischen Inhalten weiterhin
auf einem hohen Niveau.
>>> zum vollständigen Artikel:
„Sexueller Missbrauch von Kindern: Fallzahlen bleiben 2024 auf hohem Niveau“ (externer Inhalt)
>>> Dokumentation/Bundeslagebilder:
„Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“ (PDF, extern)
Urheberrechtshinweis
Alle Rechte an der Pressemitteilung sowie an deren Auszug liegen ausschließlich bei dem Bundeskriminalamt, Wiesbaden.
Ergänzende Artikel und Informationen (alle Artikel intern auf kindheit-heute.info)
>>> Jeden Tag werden 54 Kinder und Jugendliche Opfer von sexuellem Missbrauch
>>> Wie KI für Kinderpornografie missbraucht wird
>>> Kindesmissbrauch durch Frauen
>>> Missbrauch im Kinderzimmer
>>> Sexueller Kindesmissbrauch im Kontext des Sports
>>> Kindesmissbrauch: Das Schweigen beenden
>>> Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche
>>> Gegen sexuellen Missbrauch: 10 Thesen die betroffene Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen
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