Gegen sexuellen Missbrauch: 10 Thesen die betroffene Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen

Thesenpapier des Leiters des Kompetenzzentrums Kinderschutz in der Medizin in Baden-Württemberg und des Präsidenten der Deutschen Traumastiftung zur aktuellen Debatte
um Gesetzesänderungen in Bezug auf sexuellen Missbrauch.

Auszug aus dem Vorwort des Thesenpapiers
„Die Metapher vom „Seelenmord“ als Argument für Strafverschärfung bietet gleichzeitig die Recht-
fertigung, sich in der Debatte gar nicht mehr mit den notwendigen Verbesserungen für Kinder und Jugendliche mit Hilfsangeboten und Therapie auseinander zu setzen. Doch gerade Artikel 6 GG,
der die Familie vor Übergriffen des Staates schützt, betont auch das Wächteramt der staatlichen Gemeinschaft.

Wir alle sind in der Pflicht das Wohl der betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Blick zu neh-
men
. Strafverschärfungen allein helfen dabei wenig, zumal Strafandrohungen auf solche Täter we-
nig Abchreckungswirkung entfalten. Kinder und Jugendliche und als Kinder missbrauchte erwach-
sene Betroffene haben ein Recht auf Teilhabe in unserer Gesellschaft. Die interdisziplinäre Fachge-
sellschaft „Dazugehören e.V.“ (https://dazugehoeren.info/) macht sich unter meinem Vorsitz dafür
stark“

Prof. Dr. Jörg M. Fegert

>>> zum Thesenpapier „Strafverschärfung allein bringt nichts – 10 Thesen die betroffene Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen“ (ext. Link)

Urheberrechtshinweis: Alle Rechte des Thesenpapiers , als auch dessen Auszug (s.o), liegen ausschließlich
bei Prof. Dr. Jörg M. Fegert sowie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm.


Diesen Beitrag teilen: