Dieser Startchancenschule gelingt es, ihre Schüler durch enge Bindung und Begleitung zu ihrem bestmöglichen Abschluss zu führen. Und das ganz unabhängig von der Herkunft der Eltern.
Auszug aus der Pressemeldung:
Wie eine der größten Gesamtschulen Deutschlands Bildungschancen schafft
Die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf gehört mit rund 2.000 Schülerinnen und Schülern zu
den größten Gesamtschulen Hessens und stellt sich konsequent einer Herausforderung, die ihren Alltag
prägt: sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen produktiv zu nutzen. Viele Kinder starten ohne Gymna-
sialempfehlung, dennoch erreichen hier auffallend viele v ihnen höhere Abschlüsse als ursprünglich von
der Grundschule prognostiziert. Im Zentrum steht ein über d Jahre entwickelter Lernweg, der Orientierung
gibt und zugleich Spielräume eröffnet.
„Hausleitungen“ geben den Kindern als feste Bezugspersonen eine Heimat auf dem
weitläufigen Campus
Den Gegenpol zur klaren Struktur bildet die persönliche Begleitung: Sogenannte „Hausleitungen“ geben
den Kindern als feste Bezugspersonen eine Heimat auf dem weitläufigen Campus. „Die Bertha-von-Suttner-
Schule beweist, wie gut ein durchdachtes Konzept und eine persönliche Begleitung zusammenwirken. Hier
wird nichts dem Zufall überlassen“, sagt Prof. Dr. Thorsten Bohl, Sprecher der Jury des Deutschen Schul-
preises und Direktor der Tübingen School of Education.
Ein bundesweites Vorbild für Chancengerechtigkeit
Was vor 20 Jahren als Initiative zur Rettung der eigenen Oberstufe begann, ist heute ein bundesweites Vor-
bild für Chancengerechtigkeit. Die Berta-von-Suttner-Schule nimmt am Startchancen-Programm teil, das
gezielt Schulen in sozial herausfordernden Lagen unterstützt. Obwohl nur 15 Prozent der Kinder eine Gym-nasialempfehlung mitbringen, erreichen zwei Drittel der Jugendlichen das Abitur. „Diese Schule zeigt ein-
drucksvoll, dass Leistung und Wohlbefinden keine Gegensätze sind. Hier gehen anspruchsvoller Unterricht
und eine Kultur des Miteinanders Hand in Hand, sodass niemand die Schule ohne Perspektive verlässt. Das
ist eine wichtige Botschaft für die gesamte Schullandschaft“, so Bildungswissenschaftler Bohl.
Warum die Bertha-von-Suttner-Schule den Hauptpreis verdient:
Das sagt die Jury
Mit über 2.000 Schülerinnen und Schülern sowie 250 Lehrkräften zeigt die Bertha-von-Suttner-Schule eindrucksvoll, wie eine große Schulgemeinschaft gemeinsame pädagogische Ziele konsequent und
mit viel Ausdauer verfolgt. Beziehungsarbeit u Bildungserfolg, Kompetenzorientierung und Wissens-
vermittlung gehen hier ebenso Hand in Hand wie Leistungsorientierung und Wohlbefinden.
Schul- und Unterrichtsentwicklung gelingt in einem beeindruckenden Dialog aus klar strukturierten
Top-down- und agilen Bottom-up-Prozessen im Kollegium. Gremien wirken als Hebel statt als Hürden
für Veränderung. Multiprofessionelles Arbeiten und Inklusion sind die Regel und tief verwurzelte Hal-
tung in der Schulgemeinschaft.
Besonders beispielgebend ist der reflektierte Umgang mit Digitalität und Daten. Die Schule nutzt Da-
ten nicht summativ zur Dokumentation von Ergebnissen, sondern formativ zur Steuerung von indivi-
duellen Förderprozessen. Digitalität und KI werden selbstverständlich und in teilweise beeindrucken-
der Virtuosität als Lernwerkzeuge genutzt sowie als Lerngegenstand und kulturelles Phänomen be-
handelt und kritisch reflektiert.
So gelingt es der Bertha-von-Suttner-Schule, ihre große Schulgemeinschaft auf gemeinsam getrage-
ne Ziele und nachweislich wirksame Konzepte in einer Kultur der Vielfalt und Digitalität auszurichten.
Die Schule hilft ihren Schüler:innen, von denen eine Mehrheit in prekären Verhältnissen aufwachsen,
ihre Potenziale bestmöglich auszuschöpfen. Niemand verlässt „die Bertha“ – wie sie genannt wird –
ohne Perspektive.
Der Deutsche Schulpreis
Der Deutsche Schulpreis gilt als die renommierteste und anspruchsvollste Auszeichnung für gute Schulen
in Deutschland. Die Jury bewertet die Schulen in sechs Qualitätsbereichen. Im Mittelpunkt steht dabei die „Unterrichtsqualität“. Die fünf weiteren Qualitätsbereiche sind „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Verantwor-
tung“, „Schulleben und Netzwerke“ sowie „Lernende Schule“. Diese Merkmale sind inzwischen als Kennzei-
chen guter Schulqualität allgemein anerkannt.
Quelle: Das Deutsche Schulportal
der Robert Bosch Stiftung ist die größte deutschsprachige Onlineplattform zu den Themen Schulent-
wicklung und Unterrichtsentwicklung. Getragen vom Erfahrungsschatz zahlreicher mit dem Deutschen
Schulpreis ausgezeichneter Schulen bietet das Deutsche Schulportal vor allem Praxisimpulse und In-
formationen für pädagogische Fachkräfte und alle, die sich für gute Schulen in Deutschland einsetzen.
>>> zur Pressemeldung: „Deutscher Schulpreis 2026 für Gesamtschule in Hessen“ (externer Inhalt)
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Ergänzende Artikel und Informationen (alle Artikel intern auf kindheit-heute.info)
>>> Der Deutsche Schulpreis 2025
>>> Der Deutsche Schulpreis 2024
>>> Der Deutsche Schulpreis 2023
